Drei Goldmedaillen für Gmünder Kettlebellsportler Christine Wanner, Daniela Kuhn und Ralf Kuhn von Kettlebell Schwäbisch Gmünd waren bei der Deutschen Meisterschaft erfolgreich

Drei Goldmedaillen für Gmünder Kettlebellsportler

Christine Wanner, Daniela Kuhn und Ralf Kuhn von Kettlebell Schwäbisch Gmünd waren bei der Deutschen Meisterschaft erfolgreich

In Ober-Olm bei Mainz haben am Samstag die 12. Deutschen Meisterschaften im Kettlebellsport des Bundesverbands Deutscher Kettlebellsportler (BVDKS) stattgefunden. Der TV Ober-Olm richtete die Meisterschaft im Rahmen seines 175jährigen Jubiläums aus. Von Kettlebell Schwäbisch Gmünd gingen 3 Athleten an den Start. Insgesamt waren es 70 Teilnehmer.

ralf kuhn

Die Gmünder Athleten nutzen jede Gelegenheit, um den Trainingsstand unter Wettkampfbedingungen festzustellen. Daniela und Ralf Kuhn haben deshalb vor ein paar Wochen am Kettlebell-Halbmarathon im Rahmen einer Spendenaktion zu Gunsten Kettlebell for kids im Crossfit Assault in Stuttgart teilgenommen. Der Trainier Thomas Jack Wanner hat die Athleten optimal vorbereitet. Bei diesem Wettkampf waren die beiden Sportler bereits in Topform und konnten Ergebnisse mit persönlichen Bestleistungen erreichen.

daniela kuhn

Um am Wettkampftag bei der Deutschen Meisterschaft stressfrei zu sein, reisten die Gmünder schon am Vortag an. Beim Kettlebellsport gehört das Wiegen, wie beim Gewichtheben, zur Feststellung der Klasseneinteilung dazu. Dies konnte bereits am Abend vor der Meisterschaft erledigt werden.

Dieses Jahr bekamen die Gmünder Sportler vom Präsidenten des Bundesverbands die Aufgabe, die Organisation und Durchführung der Waage zu übernehmen. Hierzu gehört auch die Überprüfung der von den Athleten gemeldeten Daten und das Ausfüllen der Startkarten.

Die Eröffnung der Deutschen Meisterschaft begann traditionell mit dem Einmarsch der Athleten, das Abspielen der Nationalhymne und das Hissen der Nationalflagge.

christine wanner

Ralf Kuhn startete in der Profiklasse in der Disziplin Einarmiges Stoßen im Halbmarathon mit der 32 kg Kettlebell. Das Gewicht muss in den 30 Minuten möglichst oft über Kopf gestoßen werden. Dabei darf die Kugel nicht vor Ende des Wettkampfs abgestellt werden. Dies hätte eine Disqualifikation des Sportlers zur Folge.

Das von Ralf Kuhn selbst gesetzte Ziel von 330 Wiederholungen sollte erreicht werden. Er kam gut in den Wettkampf, konnte sein vorgenommenes Tempo halten und am Schluss sogar im Endspurt noch anziehen. Hierbei ging er ans absolute Limit und bewegte in den 30 Minuten insgesamt 10,8 Tonnen Gewicht. Dadurch konnte er sein anvisiertes Ziel mit dem Ergebnis von 340 Wiederholungen toppen.

Ralf Kuhn konnte sich über sein Top-Ergebnis, eine neue persönliche Bestleistung und seinen neuen Deutschen Rekord freuen. Nach der totalen Verausgabung entschädigten auch das Lob und die Anerkennung von Seiten der anderen Sportler und Zuschauer für die Strapazen.

Daniela Kuhn ging auch im Halbmarathon in der Disziplin Einarmiges Stoßen in der Masters-Klasse mit der 16 kg Kettlebell an den Start. Bereits beim Blick auf die Starterliste war klar, dass sie es mit einer starken Konkurrenz zu tun hatte.

Schon in der ersten Minute des Wettkampfs konnte jeder sehen, dass eine Konkurrentin ein höheres Tempo als Daniela Kuhn anschlug. Um die Kontrahentin nicht davonziehen zu lassen, musste Daniela Kuhn ein höheres Tempo einsetzen, als es von ihr eigentlich angepeilt war. Nach einigen spannenden Minuten Kopf-an-Kopf-Rennen konnte sie das hohe Tempo halten und in Führung gehen, während die Gegnerin das Tempo nicht mehr mithalten konnte. Am Ende des Wettkampfs, nach 30 Minuten, war der Vorsprung auf 22 Wiederholungen ausgebaut und der Deutsche Meistertitel mit dem Ergebnis von 526 Wiederholungen verteidigt. Mit dieser persönlichen Bestleistung wurde gleichzeitig ein neuer Deutscher Rekord aufgestellt.

Christine Wanner trat in der Disziplin Reißen in der Masters-Klasse mit der 12 kg Kettlebell an. Der klassische Wettkampf geht dabei über 10 Minuten mit nur einem Handwechsel.

Ihre Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft wurde unterbrochen durch eine Innenbandverletzung am Knie, die sie für Wochen außer Gefecht setzte. Christine Wanner profitierte von der Neuro-Athletik und Rehasport-Ausbildung ihres Trainers Thomas Jack Wanner. Dadurch konnte sie recht schnell wieder mit Kraftaufbau und Training beginnen.

Der Trainer gab ihr das Ziel von 200 Wiederholungen mit auf den Weg zur Deutschen Meisterschaft. Um dies zu erreichen, sollte sie mit ihrer starken rechten Hand 6:15 Minuten lang ein hohes Tempo gehen. Christine Wanner machte den Fehler und wechselte zu früh auf den schwächeren linken Arm, musste dies dann in den letzten 30 Sekunden ihres Wettkampfs bitter bereuen.

Mit persönlicher Bestleistung, aber nur 195 Wiederholungen, konnte auch sie ihren Deutschen Meistertitel verteidigen und den von ihr gehaltenen Deutschen Rekord verbessern. Sie freut sich schon auf die nächste Weltmeisterschaft in Budapest und will dort in jedem Fall die 200 Wiederholungen knacken.


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