Neu bei uns Neuroathletik und Autoimmunerkrankungen

Neuroathletik und Autoimmunerkrankungen, Gehirnmodell

Was kann die Neuroathletik bei Autoimmunerkrankungen leisten?

Neuroathletische Drills bei Autoimmunerkrankungen

Am Beispiel einer Lupus-Patientin. Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine rheumatische Autoimmunerkrankung aus der Gruppe der Kollagenosen und kann alle Organe befallen. Die Krankheit ist nicht heilbar und wir bewegen uns in einem großen Feld von Symptomen die an Haut, Organen, Muskeln und Gelenken, Nervensystem, Verdauungssystem und Atmungssystem auftreten können. Wo setzen wir da an? An der Interozeption, der Innenwahrnehmung, sie erfasst die Vorgänge im Körperinneren.

 

Viszerozeption registriert Körpersignale aus den inneren Organen:

• Biochemische Prozesse und Veränderungen

• Organposition und intraabdominaler Druck

• Atmung

• Temperaturveränderungen

• Faszienbewegung

Propriozeption nimmt v.a. Reize des muskuloskelettalen System auf:

• Muskulatur • Gelenkkapseln

• Sehnen & Bänder •

 Faszienhüllen der Muskulatur

• Bindegewebe

Der Bereich im Gehirn der hier wichtige integrative Aufgaben erfüllt nennt sich Inselrinde. Um also eine Verbesserung des Befindens zu erreichen, setzen wir genau da an. Wir zielen mit neuronalem Input auf das Stammhirn und die Inselrinde. Die Funktionsbereiche der Inselrinde Lassen sich wie folgt aufschlüsseln:

1. Sensomotorisch → Posterior Insula →Relevant bei Schmerzproblemen!

2. Olfaktorisch/Gustatorisch → Mid Insula →Geruchs- & Geschmackidentifikation

3. Sozioemotional → Anterior Insula →Empathie, soziale Interaktion, Angststörung, Depression, Suchtverhalten

 4. Kognitiv → Fokus, Aufmerksamkeit & Motivation

Die Übungsauswahl in der Neuroathletik zielt dann darauf ab hier positiven Input zu erzeugen. Das können beispielsweise Atem- Balance- und Kraftübungen sein. Die Wirkung können wir sofort überprüfen, dafür stehen uns zahlreiche Assessments zur Verfügung. Das zentrale Nervensystem reagiert immer sofort und unmittelbar. Einen Blindflug schließen wir so aus. Wenn wir es gut machen, verbessern wir die Lebensqualität, Schmerzen werden reduziert, Fatigue-Symptome zurückgedrängt und im besten Fall Schübe gemildert. In diesem Fall ist noch ein schmerzhafter Gleitwirbel im Spiel, den wir mit zunächst isometrischen- und Dehnübungen angegangen sind. Zusammenfassend kann man sagen, mit den Werkzeugen der Neuroathletik lassen sich Verbesserungen der Lebensqualität bei Autoimmunerkrankungen erreichen und man fühlt sich nicht mehr ganz so hilflos einer tückischen Krankheit ausgeliefert.

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